Swakara-Felle begehrt wie nie zuvor
Das Deutsche Pelz-Institut berichtet von einem Preissprung von 65% für die Felle des namibischen Karakulschafes.
Die Auktion von Kopenhagen Fur am 2. April brachte für Swakara-Rohfelle einen gewaltigen Preissprung von +65 % auf einen Durchschnittspreis von 406 DKK (ca.EUR 54). Das Top-Lot, das qualitativ hochwertigste Fellbündel, erreichte sogar einen Preis von 650 DKK (ca. EUR 87).
Die Felle des namibischen Karakulschafes, der Name Swakara kommt von der Bezeichnung Süd-West-Afrika-Karakul, wurden von allen Modeländern gleichermaßen nachgefragt und konnten so die unglaublich hohen Preise erzielen. Insgesamt wurden fast 60.000 Swakara-Felle, etwa die Hälfte des jährlichen Aufkommens, auf dieser Auktion angeboten. Andreas Lenhart, Präsident der International Fur Trade Federation (IFTF) und Vorsitzender des Deutschen Pelz Instituts: "In meiner fast 50-jährigen Karriere in der Pelzbranche ist eine solche Preisexplosion, insbesondere von einem ohnehin schon relativ hohen Preisniveau aus, noch nie vorgekommen. Hieran zeigt sich, was Nachfrage durch Mode bewirken kann. Die flachlockigen Swakara Felle kommen der zur Zeit herrschenden figurbetonten Mode entgegen und
werden von den Top Designern auch in den Kollektionen für den kommenden Winter stark genutzt."
Wessel Visser, Manager des Agra-Pelz-Zentrums in Windhoek, ist
besonders glücklich über die Preisentwicklung: "Wir hoffen, dass mit
der Hausse auch die Produktion der Karakulschafe wieder erhöht wird.
Die Bedingungen sind gut, wir hatten das beste Regenjahr seit etwa
1930. Die Felle sind eines der wenigen landwirtschaftlichen Produkte,
das man in dem kargen, vorwiegend aus Wüste und trockenen
Steppengebieten bestehenden Land, erzeugen kann. Zudem schafft es
bitter notwendige Arbeitsplätze und Devisen. Im kommenden Jahr wird
Namibia 100 Jahre Karakulzucht feiern können."
Swakara wird von Wissenschaftlern, die in Namibia Zucht und Haltung der Tiere begutachtet haben, als Ökofell vom Biolamm bezeichnet. Je nach jährlich schwankenden Wetterbedingungen kann man Karakulschafe für Wolle, Fleisch oder Felle nutzen.
Quelle: DPI - Deutsches Pelz-Institut e.V.